Green City Energy ermöglicht Beteiligung

Autor: Roland Gruber , 03.02.2013

Als 100-prozentige Tochter des größten Münchner Umweltschutzvereins Green City e.V. wurde Green City Energy im Jahr 2005 gegründet, um Energiewende in Bürgerhand zu supporten.

Die offizielle Zielausrichtung lautete nach eigener Definition von Anfang an, eine dezentrale und demokratische Energiewende in Bürgerhand zu unterstützen. Konkret bedeutet das: Das Unternehmen projektiert erneuerbare Energieanlagen in den Bereichen Windenergie, Wasserkraft und ursprünglich auch Photovoltaik. Die projektierten Anlagen bietet Green City Energy privaten Kleinanlegern in Fonds gebündelt zur finanziellen Beteiligung an. So etwa auch Fondsbeteiligungen an französischen Kleinwasserkraftwerken, die sich neuerdings auch im Angebotsportfolio des deutschen Energiedienstleisters finden. zekHYDRO nahm dies zum Anlass und fragte bei Jens Mühlhaus, seines Zeichens Vorstandssprecher von Green City Energy, nach, der bereitwillig einen Blick hinter die Kulissen gewährte.

Welchen Stellenwert hat die Wasserkraft für ihr Unternehmen und welche Rolle kann sie für die angestrebte Energiewende spielen?
Mühlhaus: Wasserkraft bildet auf jeden Fall eine wichtige Basis desEnergieumstiegs. Energie aus Wasserkraft stellt aktuell etwa 3 Prozent desdeutschen Energiemixes dar. Das mag im ersten Moment gar nicht viel klingenund die Wasserkraft ist auch schon weitgehend ausgebaut, vor allem in Süddeutschland. Aber eine Studie im Auftrag des BMU schätzt beispielsweisedas gesamte technische Potential der Wasserkraft in Deutschland auf 33,2 bis 42,1 TWh, gerade im Bereich der Modernisierung stecken alsonoch viele Möglichkeiten. Und die Wasserkraft hat weitere Vorteile. Genauwie die Windkraft produziert sie schon jetzt viel näher am Marktpreis alsdie Solarenergie, deshalb ist die politische Angriffsfläche hier vergleichsmäßiggering. Die Technik ist bei professioneller Wartung extrem langlebig, eine Wasserkraftanlage kann gut und gerne 60 bis 90 Jahre grünen Strom produzieren. Bei Wasserkraft haben wir außerdem eine sehr hohe Verfügbarkeit von über 90 Prozent und z.B. bei Pumpspeicherkraftwerken auch eine flexible Betriebsweise. So können wir Erneuerbare Energie speichern. Green City Energy ist seit dem Jahr 2006 im Bereich Wasserkraft aktiv. Zusammen mit den Stadtwerken München haben wir das unterirdische, hochmoderne Praterkraftwerk mitten im Münchner Stadtgebiet projektiert und in Betrieb genommen. Damit haben wir natürlich unschätzbare Erfahrungen gesammelt. Aktuell sind wir u.a. in Frankreich mit der Modernisierung von bestehenden Kleinwasserkraftanlagen beschäftigt. Aus ökologischer Sicht besonders wertvoll, da auf neue Querverbauungen verzichtet werden kann. Es handelt sich um eine Verbesserung sowohl in ökologischer als auch in ökonomischer Hinsicht. Die modernisierten oder revitalisierten Anlagen bieten wir in dem Fonds Wasserkraft Frankreich aktuellzur finanziellen Bürgerbeteiligung an.

Welche Bedeutung kommt dem Praterkraftwerk München in der Unternehmensentwicklung zu? Und was waren die wichtigsten Erfahrungen, die Sie aus diesem Projekt mitnehmen konnten?
Mühlhaus: Auf jeden Fall hat das Projekt den Grundstein für unsere Angebotserweiterung um den Bereich Wasserkraft gelegt, insofern war es für Green City Energy enorm wichtig. Auch heute ist das Interesse an dem Kraftwerk sehr groß, das freut uns sehr. Eine Projektierung inmitten des Stadtgebiets war natürlich nicht ganz einfach. Die Sorgen der Anwohner um eine mögliche Veränderung des Stadtbilds mussten berücksichtigt werden und es kam zu unvorhergesehenen Verzögerungen, wie in unserem Fall etwa durch Hochwasser im Jahr 2009, das den Uferdamm teilweise wegschwemmte. Aber auch ohne Zwischenfälle ist so ein Projekt spannend:

Bevor der Unter-Tage-Bau überhaupt begonnen werden konnte, musste der Bauabschnitt trockengelegt und außerdem per Hand abgefischt werden, dafür waren rund 200 Mann der Fischereibehörde und insgesamt ganze 60.000 Pumpenstunden nötig. Nun verläuft eine 150 Meter lange und 4,5 Meter breite Drucklei tung unterirdisch im Fl ussbett der Isar. 600 Bohrpfähle mit einer Länge von bis zu 10 Metern wurden zur Errichtung gesetzt und insgesamt 3.500 Kubikmeter Stahlbeton und 800 Tonnen Betonstahl verbaut. Der Kraftwerksraum liegt ganze 25 Meter unter dem Ufer. Die Kaplan-Rohr-Turbine mit einem Durchmesser von 230 cm wurde speziell für den Einsatzort entwickelt und verbindet modernste Technologie aus Wind- und Wasserkraft. Ein getriebeloser Ringgenerator der Firma Enercon ermöglicht eine stufenlose Regelung und somit auch eine optimale Energieproduktion. Im Jahr 2012 lagen die Erträge des Praterkraftwerks rund 20 Prozent über Prognose.

Ihr Unternehmen setzt auf dem Windenergiesektor auf kommunale Bürgerbeteiligungsmodelle, auf dem Wasserkraftsektor werden nun Fondsbeteiligungen für Kleinwasserkraftanlagen in Frankreich angeboten. Welche Strategie verfolgen Sie mit diesen Modellen?
Mühlhaus: Grundsätzlich stehen wir für eine demokratische Energiewende von unten. Die erreichen wir, indem wir die Anlagen durch Bürgerbeteiligungsfonds finanzieren. So gehören die Anlagen also im Anschluss den Anlegern, die auch von den Erträgen profitieren. Eine repräsentative Studie von TNS Infratest im Jahr 2011 ergab, dass sich Bürger durch die Nähe zu und die Möglichkeit der finanziellen Beteiligung an einem Ökostrom-Kraftwerk mit der Anlage in ihrer Nachbarschaft identifizieren und so die Akzeptanz steigt. Ganze 69 Prozent der Befragten, die in der Nähe einer Windenergieanlage leben, sprachen sich bei diesem Test für Windenergieanlagen in der direkten Nachbarschaft aus. Das gilt natürlich auch für erneuerbare Energieanlagen aus anderen Bereichen. Die Projektierung von dezentralen regenerativen Kraftwerken bietet auch den Kommunen große Chancen, einerseits für das Erreichen der eigenen Energieunabhängigkeit und anderseits auch in puncto Wertschöpfungssteigerung. Wir bieten mit unserer Kommunalen Energieberatung seit 2008 auch aktive Unterstützung für Kommunen auf dem Weg zur lokalen Energieunabhängigkeit an. Das beinhaltet umfangreiche Potentialanalysen und einen individuellen, handlungsorientierten Fahrplan zur lokalen Energieunabhängigkeit und einer gesteigerten Wertschöpfung.

Sie betreiben neben dem Praterkraftwerk in München nun auch Wasserkraftanlagen in Frankreich. Was macht französische Kleinkraftwerke für Anleger besonders attraktiv und wo sehen Sie diesbezüglich Unterschiede zu Wasserkraftanlagen in Deutschland?
Mühlhaus: Wir sind durch unsere Dependance in Toulouse auf diesen Markt gestoßen. Zunächst hat Wasserkraft als einzige erneuerbare Energiequelle in Frankreich eine lange Tradition und einen guten Stand, rund 12 Prozent des französischen, ansonsten ja sehr atomlastigen Energiemix werden dadurch gedeckt. Neben den großen Anlagen existieren um die 1.700 Kleinwasserkraftwerke, die sich größtenteils in Privatbesitz befinden. Viele dieser Kraftwerke sind jedoch lange in Betrieb. Die eingesetzte Technik kann das Potential des Standortes meist nicht voll ausschöpfen. Um diesen Stau zu lösen, fördert die französische Regierung modernisierte Kraftwerke durch eine feste Vergütung, ähnlich der Einspeisevergütung in Deutschland. Einige Besitzer können oder wollen die nötigen Modernisierungsmaßnahmen nicht finanzieren und verkaufen deshalb ihre Kraftwerke. Wir modernisieren sie nach ökologischen Standards, steigern so auch die Effizienz und können den Anlegern durch die feste Vergütung eine hohe Sicherheit bieten. In Deutschland sind wir aktuell dabei, den Markt auszuloten. Die Wasserkraft ist in Deutschland und vor allem in Süddeutschland schon ziemlich ausgebaut. Wir sind jedoch generell sehr daran interessiert, auch hier weitere Wasserkraftwerke oder Wasserrechte zu erwerben, um einen ähnlichen Fonds in Deutschland auflegen zu können.

Kraftwerksbetreiber sprechen oft von der Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt, die mit dem Erwerb eines langjährigen Wasserrechts für ein Wasserkraftwerk verbunden ist. Wie sehen Sie Ihre Verantwortung bei den Projekten in Frankreich?
Mühlhaus: Als Tochter eines Umweltschutzvereins ist uns eine ökologisch korrekte Umsetzung unserer Projekte sehr wichtig. Im Falle des Wasserkraftfonds Frankreich revitalisieren wir ja schon bestehende Kleinwasserkraftwerke, das bedeutet nicht nur, dass das Bau- und Genehmigungsrisiko für den Anleger sehr gering ist, es sind vor allem keine neuen Querverbauungen nötig. So wird schon mal nicht zusätzlich in die Gewässerökologie eingegriffen. Außerdem sind die Fördermittel an klare Vorgaben gebunden, die auch die Optimierung der ökologischen Aspekte der Kraftwerke miteinschließen. Das kommt unseren Zielen entgegen. Zum Beispiel werden zum Schutz der Fische engzahnige Rechen installiert und neue Fischtreppen ermöglichen einen problemlosen Auf- und Abstieg der Tiere. Bei den Turbinen, die wir für die Modernisierung verwenden, handelt es sich um hochmoderne und bewährte Technik professioneller Hersteller, die für den jeweiligen Anlagenstandort den bestmöglichen Ertrag generieren. So können wir also die bestehenden Ressourcen verbessern und die gegebenen Potentiale voll ausschöpfen, ohne die umliegende Umwelt nachhaltig zu stören. Wir geben die Verantwortung für die Anlagen nach dem Abschluss der Modernisierungsmaßnahmen nicht ab. Durch die Geschäftsführung der Betreibergesellschaften ist unsere französische Dependance Green City Energy France in Toulouse auch weiterhin vor Ort. Durch kontinuierliches Reporting an die Green City Energy AG kann von München aus Unterstützung bei technischen Fragestellungen und bei der Verwaltung der Anlagen gegeben werden. Nach dem Vier-Augen-Prinzip wird von hier aus auch das Controlling der Betriebsführung vorgenommen.


Wie viele Kraftwerksanlagen konnten in dem Beteiligungsfonds Frankreich bereits gebündelt werden und nach welchen Kriterien wurden diese Kleinkraftwerke ausgesucht?
Mühlhaus: Inzwischen befinden sich 3 Standorte in Lempdes-sur-Allagnon, La Chapelle und Villognon in dem Fonds, drei weitere Kraftwerke befinden sich in konkreter Kaufprüfung und mehrere in der Projektpipeline. Es bestehen konkrete und unverrückbare Investitionskriterien, deren Einhaltung bei jedem Kauf durch einen Investitionsausschuss geprüft wird. Vor dem Erwerb werden die Kleinwasserkraftanlagen oder die diese haltenden Wasserkraftgesellschaften einer technischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Prüfung durch Gutachter, Steuerberater und Rechtsanwälte unterzogen, die vor Erwerb vorliegen muss und der Zustimmung und Freigabe zu Grunde gelegt wird. Grundsätzlich muss es sich um zu renovierende oder modernisierende Kleinkraftwerke mit einer Leistung von 0,4 und 2 MW handeln, die nach erfolgter Ertüchtigung durch vorgeschriebene Investitionen nach französischem Recht einen 20-jährigen Einspeisetarif erhalten. Ob die Modernisierung schon vor dem Kauf vollzogen wurde oder im Anschluss erfolgt ist dafür unerheblich. Zusätzlich können bestehende Kraftwerke mit einem auslaufenden festen Tarif in den Fonds gekauft werden, deren Stromproduktionskosten auf Marktniveau liegen. Der produzierte Strom wird in diesem Fall am freien Markt über die Strombörse ohne Einspeisetarif verkauft. Wichtig ist auch eine regionale und technische Diversifizierung, um die Ertragssicherheit für die Anleger zu steigern. Der Erwerbspreis einer Anlage soll außerdem einschließlich geplanter Modernisierungskosten maximal bei bis zum 11-fachen der prognostizierten zukünftigen Jahresnettoerträge liegen.

Welche Kompetenzen bringt die Green City Energy direkt in den Projektablauf ein, auf welchen Gebieten werden Partnerschaften bzw. Kooperationen eingegangen?
Mühlhaus: Zunächst bringt Green City Energy durch die eigene französische Dependance natürlich das nötige kaufmännische Knowhow, die Kenntnis des französischen Erneuerbaren Energiemarktes und die entsprechenden Kontakte mit. So liegt die Auswahl und Prüfung der zu erwerbenden Wasserkraftgesellschaften hauptverantwortlich bei uns, wir unterstützen außerdem die Due Diligence-Prüfungen und begleiten die Vertragsverhandlungen, die Kosten für fehlgeschlagene Akquisitionsbemühungen tragen wir dabei übrigens selbst. Durch unsere langjährige Erfahrung verfügen wir außerdem über ein breites Netzwerk an kompetenten Planern, Ingenieuren und Technikern vor Ort. Das nehmen wir natürlich für die einzelnen Schritte wie Akquise, Projektprüfung, Kaufvorbereitung, Modernisierung, Betriebsführung und Wartung in Anspruch. Die Green City Energy AG übernimmt im Anschluss die kaufmännische Geschäftsführung für die GCE Wasserkraft Invest Frankreich GmbH, die Verwaltungsaufgaben der  Wasserkraftgesellschaften liegen bei unserer französische Dependance Green City Energy France S.a.r.l.

Welche Möglichkeiten bieten Sie Ihren Anlegern, detaillierte Informationen über den technischen Zustand und das energiewirtschaftliche Potential der modernisierten Anlagen in Frankreich erlangen zu können?
Mühlhaus: Wir legen viel Wert auf Transparenz und sind für Interessenten und unsere Anleger immer persönlich ansprechbar. Zu diesem Zweck stehen die Kollegen aus der Anlegerbetreuung telefonisch und per Email für Fragen zur Verfügung. Weiterhin stehen die Basisinformationen natürlich auf unserer Website, wo sich jeder auch den detaillierten BaFin-gestatteten und IDW S4-geprüften Verkaufsprospekt herunterladen kann. Auf Wunsch wird der Prospekt auch per Post zugesandt. Auf der Website werden auch regelmäßig die Fortschritte der Fondsgestaltung und einzelnen Projektverläufe in
Fact-Sheets dokumentiert. Im Verlauf der Emission stehen die Experten auch bei ausführlichen Informationsveranstaltungen für konkrete Nachfragen zur Verfügung. Nach Vollplatzierung des Fonds finden jährliche Gesellschafterversammlungen statt, auf denen die Geschäftsführung die Zahlen des Jahresabschlusses vorstellt und die jährliche Ausschüttung beschlossen wird. Auf der ersten Gesellschafterversammlung wird außerdem aus den Reihen der Anleger ein dreiköpfiger Beirat gewählt. Dieser dient fortan als Kontrollorgan und Vermittler zwischen Anlegerschaft und Geschäftsführung und berichtet auf den jährlichen Gesellschafterversammlungen über seine unabhängige Prüfung der Fonds-Unterlagen. Zusätzlich werden die Anleger auf unserem passwortgeschützten Anlegerportal über die Erträge und die Projektstände informiert. 


Welche Ertragsaussichten bieten Sie Ihren Anlegern im Rahmen Ihrer Wasserkraftfonds und anhand welcher Parameter wurden diese kalkuliert? Welche Vorteile sehen die Anleger generell in Ihrem Wasserkraftfonds?
Mühlhaus: Die prognostizierte Durchschnittsausschüttung des Wasserkraftfonds Frankreich beträgt 8,35 Prozent jährlich. Zur Jahresnettoertragsermittlung werden für zu renovierende oder vor kurzem renovierte Anlagen die durchschnittlichen Wasserwerte der letzten zehn Jahre multipliziert mit aktuellen Strompreisen angesetzt. Die Annahmen werden gestützt durch technische Gutachten unabhängiger Ingenieurbüros sowie Ertragsgarantien, die bei einer Modernisierung in den Kaufverträgen mit den technischen Herstellern geleistet werden. Weitere Sicherheit bietet in diesem Fall auch die, von der französischen Regierung über 20 Jahre gesetzlich garantierte Einspeisevergütung für modernisierte Kleinwasserkraftwerke. Im Falle des Kaufes von Anlagen, die nicht renovierungsbedürftig sind, werden die tatsächlich produzierten durchschnittlichen Erträge der letzten zehn Jahre sowie technische Gutachten herangezogen. Die Vorteile einer Beteiligung an diesem Fonds sind vielfältig. Zunächst handelt es sich um einen reinen Eigenkapitalfonds ohne Bankenfinanzierung mit einer relativ kurzen Laufzeit von nur acht Jahren und guten Ertragschancen. Außerdem investiert der Anleger hier in ökologische Sachwerte, die einen realen Gegenwert besitzen. Da die Kraftwerke schon bestehen, fällt das Genehmigungs- und Baurisiko weg. Die dreistufige Fondskonstruktion ist übersichtlich und bietet die Möglichkeit nahezu steuerfreier laufender Ausschüttungen, die anfallende Kapitalertragssteuer liegt bei maximal 25 Prozent. Die festgelegten Investitionskriterien und die standardisierte Kaufprüfung gewährleisten ein stabiles Projektportfolio. Die staatlich garantierte Einspeisevergütung bietet zusätzliche Sicherheit und die Einstiegspreise auf dem französischen Markt sind aktuell niedrig. Green City Energy bietet außerdem eine Rückkaufgarantie der Anlagen zu einem garantierten Kaufpreis von einem 15-fachen des Jahresnettoertrags, zuzüglich einer 50-prozentigen Mehrertragsgarantie.

Wie würden Sie die Risiken für den Anleger bei Ihren Beteiligungsfonds im Direktvertrieb einschätzen?
Mühlhaus: Der Verkaufsprospekt ist BaFin-gestattet und IDW S4-geprüft, das bedeutet, die Fondskonzeption wurde ausgiebigen wirtschaftlichen Prüfungen unterzogen, das bietet unseren Anlegern zusätzliche Sicherheit. Als mögliches Risiko des Direktvertriebes bleibt, dass wir die Interessenten lediglich über die Details des Fonds informieren, wir bieten keine Anlageberatung zur Investitionsentscheidung. Wer darauf Wert legt, muss aber auf eine Beteiligung nicht verzichten. Durch einige wenige ausgewählte freie Anlageberater können sich Interessenten zu dem Wasserkraftfonds Frankreich beraten lassen.

Planen Sie, Ihr Geschäftsfeld Wasserkraft in Zukunft noch auf weitere Länder zu erweitern? Welche internationalen Märkte würden Sie diesbezüglich als interessant einstufen?
Mühlhaus: Tatsächlich suchen wir aktuell neben weiteren Anlagen in Frankreich auch in Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz nach Wasserkraftwerken zum Kauf oder zur Pacht. Auch Wasserrechte sind für uns interessant. Sofern das Angebot vorhanden ist, planen wir auch hier verschiedene Bürgerbeteiligungsmodelle.

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